Je mehr Tablets eine Schule einsetzt, desto aufwendiger wird die Einrichtung per Hand. Mit einem Mobile Device Management (MDM) lassen sich Geräte zentral vorbereiten und im laufenden Betrieb verwalten. Apps, Einstellungen und Zugänge können dadurch einheitlich bereitgestellt werden, ohne jedes Tablet einzeln konfigurieren zu müssen.
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Apple-Geräte verwalten
Bei iPads arbeitet der Apple School Manager mit einer angebundenen MDM-Lösung zusammen. Über die automatisierte Geräteregistrierung – früher DEP genannt – können schulisch beschaffte Geräte dem MDM zugewiesen werden. Einstellungen, Apps und Einschränkungen werden anschließend über das MDM übertragen.
Zur Geräteverwaltung mit Apple School ManagerSamsung-Geräte verwalten
Samsung Knox umfasst verschiedene Dienste für Sicherheit, Registrierung und Verwaltung. Knox Mobile Enrollment unterstützt die automatische Aufnahme geeigneter Samsung-Geräte in das vorgesehene Verwaltungssystem. Die laufende Administration kann beispielsweise über Knox Manage oder ein anderes kompatibles MDM erfolgen.
Zur Geräteverwaltung mit Samsung KnoxWas lässt sich mit einem MDM verwalten?
Je nach Betriebssystem und eingesetzter Lösung können Schulen unter anderem:
- Apps und Lerninhalte zentral bereitstellen,
- WLAN, Konten, Zertifikate und weitere Einstellungen verteilen,
- Geräte nach Klassen, Standorten oder Nutzungsart organisieren,
- bestimmte Funktionen und App-Installationen einschränken,
- unterstützte Updates steuern oder überwachen sowie
- verlorene Geräte sperren oder schulische Daten entfernen, sofern das Gerät erreichbar ist.
So erhalten die Tablets eine einheitliche Grundkonfiguration. Änderungen müssen nicht auf jedem Gerät einzeln vorgenommen werden und lassen sich auch auf größere Gerätebestände übertragen.
Einschalten und loslegen – unter diesen Voraussetzungen
Eine weitgehend automatische Einrichtung funktioniert, wenn die Geräte vorab dem richtigen Hersteller- oder Registrierungsportal zugeordnet, mit einem eingerichteten MDM verknüpft und passende Profile sowie Apps vorbereitet wurden. Beim ersten Start benötigt das Tablet außerdem eine Internetverbindung. Je nach System können noch eine Anmeldung oder einzelne Bestätigungsschritte erforderlich sein.
Auch Android-Geräte anderer Hersteller und Windows-Geräte lassen sich mit geeigneten MDM- oder UEM-Lösungen vorkonfigurieren. Bei Android können dafür Android Enterprise und gegebenenfalls die Zero-Touch-Registrierung genutzt werden. Für Windows-Geräte stehen je nach Umgebung beispielsweise Windows Autopilot und Microsoft Intune zur Verfügung.
Sicherheit und Datenschutz mitdenken
Eine zentrale Geräteverwaltung kann Sicherheitsvorgaben technisch umsetzen und den Zugriff auf schulische Daten begrenzen. Sie sorgt jedoch nicht automatisch für einen datenschutzkonformen Betrieb. Schulen und Schulträger sollten deshalb vorab Zuständigkeiten, Zugriffsrechte, verarbeitete Daten, Löschfristen und den Umgang mit verlorenen oder zurückgegebenen Geräten festlegen.
Kurz zusammengefasst
Ein MDM reduziert den manuellen Einrichtungsaufwand und schafft einheitliche Standards für Apps, Einstellungen und Sicherheit. Wie automatisiert die Bereitstellung tatsächlich abläuft, hängt vom Gerät, der Beschaffung, dem Registrierungsdienst und der eingesetzten Verwaltungslösung ab.